Wie funktioniert eSIM auf Android: Die vollständige Anleitung

Von Rene

Die eSIM ist in den letzten Jahren zum Standard in modernen Android-Smartphones geworden. Wer verstehen möchte, wie die Technologie funktioniert und wie man sie auf einem Android-Gerät einrichtet, findet hier eine klare Schritt-für-Schritt-Erklärung ohne unnötigen Fachjargon.

 

Was ist eine eSIM und wie unterscheidet sie sich von einer physischen SIM?

Eine eSIM, kurz für embedded SIM, ist ein Chip, der direkt auf der Hauptplatine des Smartphones verlötet ist. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen SIM-Karte, die man physisch einsetzt und entfernt, ist die eSIM fest im Gerät verbaut. Was sich ändern lässt, ist das darauf gespeicherte Betreiberprofil.

Statt eine neue Karte einzulegen, scannt man bei der eSIM einen QR-Code. Dieser QR-Code enthält die verschlüsselten Zugangsdaten des Netzbetreibers. Das Gerät lädt das Profil herunter, speichert es auf dem eSIM-Chip und verbindet sich anschließend genauso mit dem Netz wie eine physische SIM.

 

Welche Android-Geräte unterstützen eSIM?

eSIM ist mittlerweile in den meisten aktuellen Android-Flaggschiffen integriert. Samsung Galaxy unterstützt eSIM ab der S20-Serie. Google Pixel ab dem Pixel 3. Weitere kompatible Modelle sind aktuelle Flaggschiffen von Motorola Edge und Razr, Sony Xperia 10 IV und neuere Modelle sowie aktuelle OnePlus-Geräte.

Um zu prüfen, ob das eigene Gerät eSIM unterstützt, navigiert man zu Einstellungen > Verbindungen > SIM-Karten-Manager. Erscheint dort eine Option zum Hinzufügen einer eSIM, ist das Gerät kompatibel.

 

Wie richtet man eine eSIM auf Android ein?

Die Einrichtung dauert weniger als fünf Minuten und folgt bei den meisten Android-Geräten demselben Ablauf.

Samsung Galaxy: Einstellungen > Verbindungen > SIM-Karten-Manager > eSIM hinzufügen > QR-Code scannen.

Google Pixel: Einstellungen > Netzwerk & Internet > SIM-Karten > eSIM hinzufügen > QR-Code scannen.

Nach dem Scan lädt das Profil automatisch herunter. Anschließend kann die eSIM als Datenlinie festgelegt werden, während die physische SIM für Anrufe und SMS aktiv bleibt. Diese Dual-SIM-Konfiguration ist der größte praktische Vorteil der eSIM im Alltag.

 

eSIM für Reisen: Der praktische Anwendungsfall

Die eSIM entfaltet ihren größten Nutzen beim Reisen außerhalb der EU. Deutschland ist zwar im EU-Roaming-Abkommen eingeschlossen, aber sobald man in die Türkei, nach Japan, in die USA oder nach Marokko reist, gelten andere Regeln. Deutsche Mobilfunkanbieter berechnen dort zwischen 5 und 20 Euro pro Tag für Datenzugriff.

Mit Holaflys Esim für Reisende lässt sich vor der Abreise per QR-Code ein Datenflatrate-Paket für über 200 Reiseziele aktivieren. Die deutsche Rufnummer bleibt auf der physischen SIM aktiv. Die eSIM übernimmt die Datenverbindung auf dem lokalen Netz zum Fixpreis.

 

Häufige Fehler bei der eSIM-Einrichtung auf Android

Gerät ist carrier-locked: Smartphones, die mit einem Mobilfunkvertrag gekauft wurden, können für einen bestimmten Zeitraum gesperrt sein. Eine eSIM eines Drittanbieters lässt sich auf einem gesperrten Gerät nicht aktivieren. Die Entsperrung wird beim eigenen Anbieter beantragt.

QR-Code lässt sich nicht scannen: Kameraobjektiv reinigen und das Gerät in konstantem Abstand von etwa 20 Zentimetern halten. Als Alternative bieten die meisten Anbieter einen manuellen Aktivierungscode an.

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